Neomarica longifolia

Trimezia fosteriana

Ein Fachmann an der Universität von Sao Paulo hat anhand der Fotos festgestellt, dass es sich bei den unter diesem Namen gekauften Pflanzen um Trimeza fosteriana handelt, die nicht aus Brasilien stammt. Der deutlichste Unterschied besteht darin, dass die Blühkörper bei allen Neomaricas flach sind, bei der Trimeza jedoch rund. Allerdings entwickeln sich auch bei Trimeza nach der Blüte Jungpflanzen aus den Schäften.

Im Frühjahr 2005
haben wir 6 Jungpflanzen von dieser Varietät erstanden.
Wir warteten gespannt auf die ersten Blüten!

Die Pflanzen wuchsen alle an und waren bald ca. 50 cm hoch.

Im August war es dann soweit: Es zeigte sich ein elegant geformter Blütenschaft.

Am Morgen des 3. September zeigte sich die erste Knospe. Sie öffnete sich noch am selben Tag zu einer kleinen feinen Blüte.

Seitdem haben alle unsere Trimezas mehrfach geblüht und es entwickelten sich Ableger ähnlich wie bei Neomarica, die hier angeboten werden.

Trimezias sind in Bezug auf die Weiterkultivierung von Kopfstecklingen etwas heikel. Hierzu eine kurze Darstellung:

Wichtig ist, dass das Baby ausgereift ist, also mindestens 15 cm lang, wie auf den Bildern 1 und 2 gezeigt. Dann kann man es mit einem Stückchen Stängel abschneiden.

Beim Abziehen der unteren Hüllblätter, wie auf Bild 3 gezeigt, bricht meistens der Stängel ab - das ist nicht schlimm, er dient sowieso nur dem Stabilisieren der Jungpflanze.

Die gelben "Knötchen" auf Bild 4 sind die Ansätze der zukünftigen  Wurzel.

Am besten stellt man den Kopfsteckling für ein Paar Tage in Wasser, bis sich die Wurzeln zeigen. Ist der Stängel abgebrochen, kann man mit Blähton verhindert, dass die Wachstumsstelle auf dem Boden des Gefäßes aufsitzt. Wenn die Wurzeln 2-3 mm lang sind, in Blumenerde setzen. Die Wasserwurzeln nicht zu lang werden, sonst kann das Anwachsen misslingen!